Zum Geleit

Wer es wagt zu fragen
Findet Antwort
Wer es wagt zu klagen
Findet tröstenden Ort

Wer bereit, sich einzulassen
Findet neue Welten
Wer bereit, sich zu befassen
Erkennt, was selten

Wer mutig geht voran
Kann sich selbst verändern
Wer mutig steht seinen Mann
Kann die Welt verändern


Ankordanz, der Name dieses Blogs, ist ein Kunstwort. Es ist abgeleitet von Konkordanz, einem Hilfsmittel des Archivwesens zum Auffinden von „Bekanntem“. Die Vorsilbe „An-“ will andeuten, das die Zuordnungen der hier aufgeführten Themen in unserem kulturellen Kanon der Verhaltens-, Sprech- und Denkweisen nicht unbedingt so indiziert sind, wie es üblicherweise zu erwarten wäre. Die hier gesammelten Gedanken wollen nicht einfach nur eine Hilfe sein, bereits Bekanntes noch besser verwenden zu können. Die in Lyrik und Prosa gesammelten „Beobachtungen des Lebens“ wollen vielmehr auf Unbekanntes und Verborgenes aufmerksam machen, das meist hinter dem scheinbar Offensichtlichen verdeckt ist – vergleichbar dem Vorhang auf der Bühne des Lebens: Der Moderator spricht davor, aber das Wesentliche spielt sich dahinter ab. Und das eigentliche Schauspiel beginnt, wenn der Vorhang sich lüftet.

Die Gedichte wollen deshalb auch nicht unbedingt gefallen. Sie wollen zum Denken anregen, zu Bewusstsein bringen, was unbewusster Glaube, Wunsch oder Hoffnung ist – mal liebevoll, mal schonungslos. Entsprechend waren die ersten Eindrücke auch weit gestreut von „zauberhaft“ bis „abstossend“. Aber wie im richtigen Leben, wo auch nicht immer alles nur schön ist, spiegelt sich diese Realität im Dialog der Texte und Gedichte mit Ihnen, lieber Leser/liebe Leserin.

Manchmal kann es hilfreich sein, sich vorzustellen, wie es klingen würde, das jeweilige Gedicht laut vorzutragen und mit Leben zu erfüllen. Die Gedichte nutzen teilweise viel künstlerische Freiheit, die, wenn man sich auf sie einlässt, noch tiefer und eindrücklicher werden kann. Alle Texte wollen tiefe Emotionen erreichen, um das Bewusstsein für archaische Strukturen zu schaffen, die in uns allen schlummern. Ziel dabei ist die Erkenntnis, das wir zwar meist viel mehr Möglichkeiten haben, als wir uns zutrauen. Aber gleichzeitig auch viel weniger Verantwortung tragen und ertragen können, als wir uns nicht selten selber auf die Schultern laden. Unsere einzige Möglichkeit unbeschadet durch die Prüfungen des Lebens zu kommen ist oft nur die Bewusstwerdung dessen, was wir tun und vor allem, warum wir es tun. Denn das Meiste, womit wir jeden Tag aufs neue unser Glück schmieden, sind völlig unbewusste Handlungen. Und dann wundern wir uns immer wieder, wie wir erneut in eine Situation geraten konnten, die wir eigentlich bereits kennen und vermeiden wollten.

Dabei darf aber nicht vergessen werden, das wir alle die Folgen unserer Handlungen selber tragen und manchmal auch ertragen müssen. Auch wenn wir nicht immer in der Lage sind, die Verantwortung für all das zu übernehmen, was wir durch unser Handeln ausgelöst haben, so können wir den Konsequenzen unserer Taten nicht entgehen. Wir können vielleicht versuchen, vor unseren eigenen Auswirkungen zu fliehen, aber der lange Arm des Schicksals wird vermutlich jeden irgendwann einholen. So ist am Ende Vorausschauen immer besser als das Nachsehen haben.

Noch ein Hinweis für diejenigen unter Ihnen, die mit dem Begriff „Gott“ Mühe haben oder damit nicht viel anfangen können: Bitte lesen Sie vorher die zugehörige Definition „Was ist Gott“, wie der Begriff hier gemeint ist.

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2 Kommentare zu „Zum Geleit“

    1. Leider kann ich da jetzt nicht helfen. Vielleicht kannst Du den Blog mit einem anderen Gerät aufrufen (Handy, Computer). Vielleicht geht es dort. Bei mir kommt immer die Möglichkeit zu folgen.
      Viele liebe Grüße 🤗

      Gefällt 1 Person

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