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Gedanke: Götzendienst

Normalerweise halte ich mich von politischen Meinungen möglichst fern, aber diese ist mir wichtig;

Götzendienst ist, sich für seinen Glauben von anderen zu trennen. 

(Diesem Gedanken liegt ein monotheistisches Weltbild zugrunde. Bei genauer Betrachtung lässt es sich aber auch auf den Hinduismus anwenden – meiner Meinung nach.)

Hab keine Angst

Hab keine Angst vor dem Leben
Ist ein Fest für alle Sinne
Lässt uns nach dem Besten streben
Als Mensch im göttlichen Sinne

Hab keine Angst vor den Schmerzen
Wollen Dir helfen, Dich leiten
Sie kennen es nicht zu scherzen
Werden klare Sicht bereiten

Hab keine Angst vor der Liebe
Auch wenn sie dich verwundbar macht
Selbst wenn vom Leben nichts bliebe
Sie ist die einzig wahre Kraft

Hab keine Angst vor dem Verlust
Nichts verläßt am Ende wirklich
Auch wenn es Dir nicht ist bewußt
Alles Leben ist verbindlich

Hab keine Angst vor der Geburt
Sie ist der Beginn von allem
Wie ein allzeit sichernder Gurt
Trägt sie das Leben in allem

Hab keine Angst vor dem Tode
Ist die letzte große Reise
Ist ein Jenseits aller Mode
Einzig unspielbare Weise

Hab keine Angst vor unser aller Gott
Luzifer ist ihm nur ein Gehilfe
Ob größtes Glück oder grausamste Not
Er schuf für uns die Welt nur in Liebe


Mit unseren Ängsten nehmen wir uns so viel – so viel, was wir nutzen können, was uns hilft und was uns glücklich machen kann. Nur müssen wir auch bereit sein, uns darauf einzulassen. Angst will uns schützen – ja, aber wir müssen sie als das verstehen, was sie ist: eine Mahnung zur Achtung. Nicht oberflächlich „in den Tag hinein“ leben, sondern so bewußt wie möglich das genießen, was da ist und was geht. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Überraschungen

Am angenehmsten sind jene unvermeidbaren Veränderungen, welche wie eine Überraschung in unser Leben treten.

Wenn wir viel Zeit haben, uns auf radikale Veränderungen vorzubereiten, sehen wir am Ende immer nur jenes, was wir nicht geschafft haben mitzunehmen über die Grenze des Abschieds vom Alten. Die Frustration über den Verlust dessen, was wir nicht halten konnten, überwiegt.

Wenn wir hingegen keine Zeit haben, lange darüber nachzudenken, wie wir uns am besten auf die anstehende Veränderung vorbereiten, werden wir froh sein über alles, was wir in dem kurzen Moment geschafft habe, doch noch zu retten über die Grenze des Neubeginns. Das Glück über alles, was wir haben retten können, wird überwiegen.

Vater

Es ist deines
Nicht meines
Dieses Leben
Ich bin bereit für ein reines
Und nicht nur ein kleines
Dafür hast du es mir gegeben

Was du hast entschieden
Im Leben mir beschieden
Noch kann ich es nicht begreifen
Noch sehe ich nicht den Frieden
Selbst in mir Gefühle sich bekriegen
Wünsche, hoffe, glaube daran zu reifen 

Trotzdem erlebe ich deine Gnade
Immer wieder und auch gerade
Wie du mein Leben lenkst
Darum meine ich und sage
Und nehme zurück jede Klage:
Danke, daß du mir dieses Leben schenkst

Gedanke: Die Architektur der Wunder

Das Doppelspaltexperiment zeigt und beweist auf wissenschaftlicher Basis, daß das, woran wir glauben Wirklichkeit wird. 

Wenn wir also wirklich glauben, daß etwas passieren wird, wird es passieren. (Jene, welche mit dem Doppelspaltexperiment vertraut sind, werden jetzt sagen: Ja, aber nur in kleinstem Rahmen, auf der Ebene der Elementarteilchen. Diesem Argument möchte ich den Schmetterlingseffekt entgegenhalten.)

Unsere Phantasie ermöglicht uns, etwas zu glauben, was wir nicht wissen und auch nicht in unserer Wirklichkeit erfahren haben – also keinen realen Beweis dafür kennen, den wir selbst erlebt haben. Wir können also berechtigt auf etwas hoffen, daß wir als Wunder bezeichnen würden – egal, wie klein die Chance sein mag, daß der erwünschte Fall eintritt. 

In unserer Phantasie liegt aber auch das Problem, daß wir uns den Irrtum vorstellen können. Daß wir uns vorstellen können, daß unser Glaube nicht stark genug ist, um ein Wunder Wirklichkeit werden zu lassen. Daß wir versagen – so wie eigentlich jeder von uns es schon irgendwann einmal erlebt hat, daß alles Wünschen und auch alle realen Bemühungen nicht den Wunsch haben Wirklichkeit werden lassen. 

Um diesem Zweifel entgehen zu können, mit welchen wir uns selbst in unserem Wirken behindern, können wir uns an eine uns übergeordnete Instanz wenden. Dabei ist es nicht wichtig, wie wir uns diese Kraft vorstellen, ob wir sie Gott, Allah, Buddha, Krsna oder einfach nur Universum nennen. Vorstellen kann sich eine solche übergeordnete Instanz im Normalfall jeder, da wir alle über das Phänomen der Zeit mit der Frage „wohin wir gehen“ und „woher wir kommen“ konfrontiert sind. Die Frage, „wohin wir gehen“ bleibt offen, da wir alle ein Teil der Antwort sind. Erst wenn sich alle entschieden haben, wird die Antwort deutlich erkennbar sein. Aber die Frage, „woher wir kommen“ zeigt uns, das etwas geben muß, woher wir kommen – sonst könnten wir die Frage garnicht stellen. 

Diese Urkraft ist es, an die wir unsere Bitte richten können. Diese Urkraft, die auch uns geschaffen hat, können wir wie einen Hebel, einen schier endlosen Verstärker unserer Wünsche verwenden. Dabei ist die Form, wie wir uns mit dieser Urkraft verbinden nicht relevant. Diese Urkraft hat uns so erschaffen, wie wir sind, und alles, was uns zu dem gemacht hat, was wir sind. Sie macht also keinen Unterschied. Wir sind ein Teil dieser Kraft und haben daher die Fähigkeit, sie zu nutzen. Der einzige Unterschied liegt in uns, wieweit wir bereit sind, uns auf diese Kraft einzulassen und sie zu nutzen. 

Über diese Urkraft ist es Möglich, uns selbst und unsere Zweifel aus dem Wunsch herauszunehmen, und damit auch ein Wunder unabhängig unserer eigenen Fähigkeiten Wirklichkeit werden zu lassen. Vielen ist dies bereits gelungen. Die einzige Warnung dieser Menschen ist: Seid vorsichtig mit dem, was ihr euch wünscht. Es könnte in Erfüllung gehen…