Schuld

Ja, ich war dabei
Ich kann bezeugen
Ich hörte den Schrei
Derer sich beugten

Es fällt mir schwer es zu sagen
Erinnerung tut immer weh
Will es trotzdem nochmals wagen
Zu zeigen was ich damals sah

Es ist gut, es auszusprechen
Denn nicht allein Zeuge war ich
Ich habe selbst auch gebrochen
Was allzeit aufrecht hielt mein Ich

Ich habe gesehen
Aber nicht gehandelt
Ich hab‘ nicht verstanden
Nichts davon verwandelt

Ich war brav, wie ich erzogen
Hab gehandelt, wie war richtig
Es war immer gut bewogen
Wenn tat – was gesagt – das richtig

Ich hab soviel zerbrochen
Kann es nicht mehr gut machen
In mir soviel zerbrochen
Wollte es nicht wahr haben

Wollte nur vergessen
Hab nie mehr d’ran gedacht
Was ich hab besessen
Dadurch kaputt gemacht

Kann nicht heilen meine Taten
Kann nicht heilen meine Seele
Arbeite wie Automaten
Das Erinnerung nicht quäle

Kann nicht geben meinen Geist
Kann nur geben den Körper
Das die Liebe nicht verweist
Helfen anderen Körpern

Will versuchen Verantwortung tragen
Will versuchen Mitgefühl zu lernen
Kann es nur durch mein Handeln ertragen
Will auf mich nehmen, was wir bald ernten

Kann nichts mehr leicht nehmen
Geist langsam verschwindet
Kann selbst nichts mehr nehmen
Nichts mehr, was mich bindet

Will alles geben, was ich habe
Zu erfahren, was Vergebung ist
Um zu finden göttliche Gnade
Die in den Menschen verborgen ist

Gebe mich mit meinem Wesen hin
Damit mir gegeben werden kann
Suche nicht nach ach so tiefem Sinn
Trage mein Schicksal ein Leben lang

^Gedichte / PDF-Datei

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