Ja oder Nein

Ja oder Nein
In der Wahl liegt die Pein
Doch oder nicht
Wo liegt nun die Pflicht
Glauben oder wissen
Alle sind doch recht beflissen
Tun oder lassen
Lässt schließlich fassen
Was hat mehr bestand
Herz oder Verstand

Wenn wir es erkennen
Und es recht benennen
Sieht Verstand die nackten
Reinen harten Fakten
Doch das Herz in seiner Klarheit
Die wirklich wichtige Wahrheit
Denn Logik kann nur greifen
Was vorher gegeben um zu reifen
Doch das Herz kann sehen
Was nur Herzen können verstehen

Auf der Suche nach Antwort
Hat alles einen sinnvollen Ort
Der Verstand hat seine Kraft
Mit der man gute Planung schafft
Doch das Herz ist wie ein Licht
Oft nicht so hell und eher schlicht
Doch weithin sichtbar wie ein Leuchtturm
Zeigt es den Weg im schlimmsten Sturm
So – wenn Entscheidung ist die Qual
Triff mit Deinen Herzen Deine Wahl 


In Zeiten wie diesen muß jeder einzelne immer wieder einfache aber doch schwerwiegende Entscheidungen treffen – es geht um die Sicherheit und das Wohlergehen vieler, manchmal sogar aller. Da ist ein einfaches „ich will“ oft die falsche Entscheidungsgrundlage.
Das Wollen zeigt die Ziele auf, aber nicht den Weg.
Der Verstand wertet die Sinne aus und plant den Weg.
Aber nur das Herz kann wirklich beurteilen, ob das Ziel, das wir anstreben und ob der Weg, den wir dafür einschlagen wirklich richtig und gut für uns sind.

Transrational

Die Regel hab ich gefunden
Den Teufel dafür geschunden
Nun weiß ich genau wie es geht
Wie eines auf dem ander‘n steht

Ich will Euch gerne sagen
Wenn Ihr es auch wollt wagen
Wie man alles richtig macht
Wie man gewinnt jede Schlacht

Wie man das Leben zwingt
Sich zum Herren aufschwingt
Wie man Welten bewegt
Wie man Feinde wegfegt

Doch wenn es geschafft
Alle Macht gerafft
Was bleibt noch übrig
Was ist nicht müßig?

Nichts zu geben
Nichts zum streben
Keine Liebe
Die noch bliebe

Keinen Sinn mehr zum Hoffen
Kein Herz wäre noch offen
Keine Tränen mehr weinen
Kein Lieb‘ mehr zum vereinen

Kein Hass mehr zwischen Feinden
Erkenntnisse vereinen
Die Sicht wird schier endlos klar
Die Welt jedes Wunders bar

So lasse ich alle gehen
Die in meinen Diensten stehen
Kehre zurück zu den Fehlern
Will vergeben all den Quälern

Stelle mich mit Geist und Laib
Dem Wenigen was noch bleibt
Kehre zurück zur Natur
Auch wenn aus Beton die Flur

Wenn die Liebe in uns wächst

Wenn die Liebe in uns wächst
Man den Frieden in sich findet
Und doch das Leben schätzt
Zeit all die Leiden lindert

Dann ist die Zeit gekommen
Mit einem Lächeln frei zu geben
Was unter soviel Last bekommen
Mal aus Not, mal aus Streben

Das Licht im Herzen
Leuchtet unbekannte Pfade
Und all die Schmerzen
Verlieren ihre Last der Klage

Es ist kein Ende
Es ist ein Neubeginn
Im Leben eine Wende
In der Seele ein Gewinn

Wenn die Liebe in uns wächst
Können wir verzeihen
Und alles, was uns schwächt
Aus unserer Angst befreien

Das Herz wird groß und weit
Heißt willkommen, was kommen mag
Und all die Freude und all das Leid
Werden eins – wie Nacht und Tag

Denn was unvereinbar scheint
Ist alles Teil des Lebens
Und die Liebe vereint
Alle Stränge allen Strebens

So wird der Tag bewusst vollendet
Und die Nacht in Liebe angenommen
Wenn das Blatt sich wendet
Ist das Leben in uns angekommen

Wenn die Liebe in uns wächst
Haben wir erkannt
Was das Leben an uns schätzt
Und der Kreis schließt sein ewiges Band

 

Das Geschenk

Es ist oft schwer, es zu nehmen
Sich ihm ganz zu überlassen
Es ist meist schwer, es zu geben
Man kann nicht mehr hassen 

Es ist manchmal hart, es zu tragen
Ohne an sich selbst zu verzweifeln
Ist oft eine Prüfung, es zu wagen
Der Verstand kann es nicht begreifen 

Es ist Herausforderung, sich zu trauen
Jeder Handgriff kann Mühsal sein
Doch hat man geschafft, darauf zu bauen
Führt jeder Schritt zum glücklich sein 

Man kann es geben
Ohne sich zu verlieren
Man kann es nehmen
Ohne Schuld zu kreieren 

Es gibt uns die Kraft
Die dem Leben inne wohnt
Es ist der Blüte Saft
Die der Biene Arbeit lohnt 

Es ist unser aller Traum
Selbst wenn wir es nicht glauben
Ist der Grund für Zeit und Raum
Wie die Früchte an den Bäumen 

Es ist der Hintergrund von allem Leben
Es ist uns gegeben schon in der Wiege
Ist unser Begleiter in allem Streben
Dieses Geschenk – es ist die Liebe 

Die Frage aller Fragen

Will ich es wirklich wagen,
Sie einfach so zu sagen:
Die Frage aller Fragen?
Denn wenn die Leute dann sagen:
„Was stellst du für dumme Fragen?“
Brauche ich nicht lang noch klagen
Über mein heftig’ Unbehagen
Durch deren schlechtes Betragen.
Schließlich hab‘ ich an sie herangetragen
Solch’ doch wirklich unsinnigen Fragen
Die niemand sonst will wagen
Auch nur zu denken oder gar zu sagen.
So bleibt sie meine Frage aller Fragen.
Und ich werd‘ bestimmt nicht klagen,
Daß ich nie wollt‘ auch nur wagen
Zu stellen bloß eine meiner Fragen.
Denn dann muss keiner sagen:
„Was stellst Du für dumme Fragen?
Eine Antwort darauf kann keiner sagen!“