Wahn & Hoffnung

Nur ein Mensch bin ich
Schwankend in Glauben, Liebe, Hoffnung
Mühsam steh ich für mich
Stemme mich gegen des Lebens Witterung

So viele Wünsche und Begierden
So viele Möglichkeiten
So viele sinnliche Zierden
Doch was wird ein Leben lang halten?

Ideen habe ich und Ideale
Will die Welt verbessern
Werfe alle Jugend in die Schale
Und kann scheinbar nichts verändern

Den großen Sinn
Steh‘ kurz davor ihn zu entdecken
Doch wo führt er mich hin
Wird er mich schließlich erwecken?

Habe die Welt doch erkannt
Weis nun wie der Hase läuft
Und blicke wie gebannt
Wo sich Macht und Reichtum häuft

Mache mich auf den Weg
Zu finden meinen Platz
Gleich wie schmal der Steg
Am Ende winkt der Schatz

Glaube an die Sicherheit
Glaube an meine Macht
Bin zu allem bereit
Selten nur ganz sacht

Will rennen, laufen, springen
Und wenn wir die Welt gewännen
Ich will sie für mich erringen
Mich gegen alle Widerstände stemmen

Ich werde sie alle führen
Der Menschen großes Vorbild sein
Werde Herzen berühren
Hell sein wie der Sonne schein

Und wenn mein Licht verlischt
Werd‘ ich weiterleben
Wie Schaumes Krone auf der Gischt
Will über Wassern schweben

In Erinnerung werd ich sein
In aller Menschen Leben
Jeder Körper ist ein Schrein
Für alles, was ich gegeben

Dieser Wahn, er schenkt mir Hoffnung
Hoffnung auf ein wenig Achtung
Als wär’s ein Vorsprung
Vor meiner eigenen Verachtung

^Gedichte / PDF-Datei

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