Die Welt

Als ich klein war dachte ich
Die Welt sei riesengroß
In der Schule lernte ich
Die Welt ist eine Kugel bloß 

Dann wurd‘ die Welt immer kleiner
Suchte eine Stadt, einen Ort
Und dachte: „Das ist meiner!“
Das Große der weiten Welt war fort 

Ich entdeckte viele kleine Ecken
So manche warm und kuschelig
Einige auch zum Schrecken
Doch gemeinsam wuschelig

Nach der Ausbildung kam Arbeit
Die Welt: drei Orte: Heim, Job, Urlaub
Wo war sie noch die große Freiheit?
Wann fand er statt der Gedankenraub?

Nun bin ich alt
Die Welt ein Zimmer
Auch das verschwindet bald
Ganz ohne Wiederkehr 

Doch jetzt erkenne ich
Die große weite Welt ist in mir
Nie mehr verrenn‘ ich mich
Dies Wissen nehm‘ ich mit mir

^Gedichte / PDF-Datei

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