Unter Wild(en)

Sagt das Reh zum Hirsch:
„Komm, wir gehen auf die Pirsch“
Sagt der Hirsch zum Reh:
„Komm mal her, weil ich grad steh“
Meint das Reh zum Hirsch:
„Sei doch nicht so forsch“
Darauf der Hirsch ganz dreist zu and’ren Rehen:
„Bleibt von euch denn wenigstens eine stehen?“
Entnervt die Rehe an den Hirschen:
„Kannst du dich nicht mal besser anpirschen?“
Frustriert hört man den Hirschen röhren:
„Langsam fängt es an zu stören!
Muß ich hier denn wirklich auf die Pirsch?
Wofür bin ich denn der erste Hirsch?
Immer nur wenn die Rehe wollen
Dann soll ich für sie tollen
Aber will ich sie mal beglücken
Dann sind sie alle nur die Zicken“
Darauf die Rehe mit gekniffenen Augen:
„Wie sollen wir dir denn auch vertrauen?
Eine jede willst du beglücken
Das bringt keine von uns zum verzücken
Denn willst du alle lieben
Liebst du keine wirklich
So ist es nur ein Spiel geblieben
Für uns genauso wie für dich“

^Gedichte / PDF-Datei

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