Das Spiel

Verloren in den Tiefen des Lebens
Wandeln wir wie blind nur für die Wahrheit
Auf der Suche nach dem Sinn vergebens
In all dem Trübsal scheint nirgends Klarheit

Die Wahrheit ist in all dem verborgen
Können sie nicht seh’n, weil wir nicht wollen
Ist ein leichteres Sein – so verlogen
Über Wahrheit wollen wir nur schmollen

Wir haben so vieles doch längst erkannt
Fest halten wir die Augen geschlossen
„Was die Augen nicht sehen ist gebannt“
Schnell wieder Pandoras Box verschlossen

Hoffnung wollen wir für uns behalten
Angesichts all der Angst und des Leides
Woran sollten wir uns denn sonst halten
In einer Welt des Hohnes und Neides

Brot und Spiele für das niedere Volk
Dumm und satt sind sie glücklich wie ein Kind
Den Söldnern nur den abgezählten Sold
Gier macht bekanntlich auch die Könner blind

Teil von uns sind nur die Ausgewählten
Denen wir unsere Gunst erweisen
Dürfen fühlen wie die Auserwählten
Und unsere Ideale preisen

Es ist immer ein hart verdientes Brot
Menschen leiden lassen und das sehen
Da muß man sich helfen in seiner Not
„Butler, der Bittsteller möchte gehen!“

Im Hintergrund unserer schönen Welt
Sind sie der Motor aller Drehbühnen
Damit jeden Tag aufs neue gefällt
Das Spiel unserer Schuld und ihr Sühnen

So wollen wir doch weiter verfahren
Ohne uns darüber viel zu sorgen
Was wir würden noch alles erfahren
Würden wir uns die Güte nicht borgen

Denn unser ist die Kraft und Herrlichkeit
Krümel sind für die Schwachen und Armen
Nur schützen vor deren Begehrlichkeit
Das müssen wir uns noch selber – Amen

^Gedichte / PDF-Datei

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