Menschen – Teil 2

Die ganze Welt ist so schlecht
Die da oben, ich – unten
Das ist alles ungerecht
Die allesamt sind Schurken

Es reicht nicht wirklich zum Leben
Das Essen ist immer so schlecht
Den ander’n hat’s Gott gegeben
Das ist doch so einfach nicht recht

Zigaretten und Alkohol
Das ist alles viel zu teuer
Wenn ich mal Spaß hab und laut jol‘
Kommt bestimmt auch noch die Steuer

Wenn mir mal wieder übel ist
Sagt der Arzt: „Das kommt vom Fastfood“
Solches Leben verkürzt die Frist
Sollte ich es sein? Auf der Hut?

Die anderen sind alle böse
Immer sofort nein wenn ich frage
Und machen gleich so viel Getöse
Wenn ich auch mal ein bisschen schlage

Die anderen machen doch mit
Das ist doch alles nur Spaß
Brünftiger Griff in den Schritt
Am Ende wirklich nur Spaß?

Ach was – was für ein Misst
Lass uns einen trinken
Ich find’s schön wie es ist
Seh ich Englein winken?

Was ist mit unseren Kindern?
Denen geht’s auf jeden Fall gut!
Manchmal tun sie mich behindern
Kann dann nicht halten meine Wut

Irgendwie tun sie mir doch leid
Eigentlich sind sie unschuldig
Sie sind doch auch nicht gescheit
Und ich? Immer ungeduldig

Sie wollen auch nur leben
Sehen bei mir, wie es geht
Dabei kann ich nichts geben
Was ihnen zeigt, wie es geht

Hab‘ selber nie gesehen
Einfach nur zufrieden sein
Wie lass ich es geschehen
Ein glücklicher Mensch zu sein?

Sich betäuben und vergessen
Was ist das nur für ein Leben
Wie von Raserei besessen
Kann nur nehmen und nichts geben

Sind wir nicht alle Kinder?
Irgendwie so klein und schwach
Sind selbst unsere Schinder
Sind doch selten wirklich wach

Es ist doch unsere Wahl
Wie wir dies Leben sehen
Ob das alles ist nur Qual
Oder wir aufrecht stehen

Dem König, was des Königs ist
Den Armen einen kleinen Teil
Ohne Tücke und ohne List
Biete ich so mein Leben feil

„Das ist doch zu viel!“
„Das ist zu billig!“
Alle rufen viel
Keiner ist willig

Die Lebenszeit und Lebenskraft
Allein ist mir frei gegeben
Muß weise tauschen diesen Saft
Darf ihn nicht sinnlos verschütten

Ich mag nicht dort oben sein
Bei den Mächtigen der Welt
Das Reich hier unten ist mein
Es ist eine bunte Welt

So viele Farben, Klänge, Gerüche
So viel, um gemeinsam zu erleben
Wie eine abwechslungsreiche Küche
Mit allen Sinnen bewußt erleben

Gemeinsam lachen und Freude schenken
Meinen Nächsten beachten und stützen
Bewußt der Gemeinsamkeit gedenken
Zusammen unseren Frieden schützen

Vielmehr haben wir nicht
Einfach ist das Leben
Vielmehr brauchen wir nicht
Gegenseitig geben

Jeder plagt sich am eigenen Schicksal
Der eine mehr, der and’re weniger
Doch gemeinsam erleichtern wir die Qual
Dann wird es für alle etwas leichter

^Gedichte / PDF-Datei

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