Mein Gebet

Mein Gebet ist klein
Es ist nicht sehr lang
Die Idee ist rein
Es hat klaren Klang

Nicht Idee meiner selbst
Das ich kann bestimmen
Wohin das Urteil fällt
Das ich kann gewinnen

Mag es regnen lassen
Mit all der Technik Pracht
Doch kann nicht erfassen
Was uns geschaffen hat

Es ist an Gott keine Bitte
Das er mir gibt was ich brauche
Damit bereit sei nach Sitte
Ich mein Leben nicht aushauche

Es ist kein Bitten oder Flehen
Kein Geschäft um ewige Gnade
Schnell noch, bevor wir vor ihm stehen
Oder ich in die Hölle fahre

Es ist nicht die Vernunft des Rationalen
„Es braucht einfach nur den richtigen Hebel,
Den mächtigen Geist der großen Genialen“
Damit ich die Welt aus den Angeln hebel

Aus all meinem schönen Wissen
Hat am Ende nicht mehr bestand
Als ein sanftes Ruhekissen
Für den ach so klugen Verstand

Ich weiß, ich bin nur ein Rädchen im Gefüge
Was ich an jedem anderen lass oder tu
Ob es mir gefällt oder ich nur genüge
Kehrt zu mir zurück, füge ich mir selber zu

Mein Leben ist eines von vielen
In einem ewig fliessenden Strom
Es steigt aus unendlichen Tiefen
Erstrebt im Gesamten seinen Lohn

Mein Gebet ist kein Befehl
Und auch kein kleiner Handel
Nicht von alldem, was ich stehl‘
Kommt aus innerem Wandel

Darum am Ende bete ich
Ob ich stehe oder wanke
Ganz gleich, was auch immer rührt mich
Mein Gebet ist schlicht nur „Danke“

PDF-Datei

Wofür betest Du? Für Glück oder Hoffnung, für Reichtum oder Gesundheit? Was ist mit all dem, was schon da ist? Wieviel haben wir schon bekommen, ohne das wir uns dessen noch bewußt sind? Wieviel haben wir gegeben, nur dafür das wir leben? Wieviel können wir geben, um das, was uns unseren Reichtum, unsere Freiheit, die unendliche Liebe, die uns unser Sein schenkte, zu begleichen? Nichts davon können wir zurückgeben. Die Zeit ist vergangen, der Raum ist eingenommen, wir sind da! Nichts wurde dafür verlangt – alles wurde einfach nur gegeben. Dafür sage ich Danke, Danke an alle und alles, was mich zu dem machte, macht und machen wird, was ich bin – einfach nur weil ich bin. Und dieses Alles ist so unendlich viel größer als ich, das ich es nicht einmal ansatzweise erfassen kann. So tue ich das einzige, was ich kann: Ich sage „Danke“.

^Gedichte

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s