Leben

Es ist eigentlich nur ein Gefühl
Das mich immer wieder neu beschleicht
Wie ein ewig‘ inneres Gewühl
An das heran doch nichts and’res reicht

Du kannst es nicht greifen
Du kannst es nicht lenken
Muss von selber reifen
Gott will es Dir schenken

Es will selber leben
Hofft und bangt in allem
Freud‘ und Leid erleben
Immer wieder fallen

Wir können nicht mehr als helfen
Tiefe immer nur ausloten
Wünsche erkennen und lenken
Bestenfalls dienen als Boten

Es ist der Träger unseres Licht’s
Unbeirrt zieht es seine Bahnen
Ohne wären wir ein leeres Nichts
Könnten uns nicht mal selbst erahnen

Das Ich ist nur die Seele
Kleiner Teil vom großen Geist
Was ich als Leben wähle
Als Gast nur die Welt bereist

Und so will ich brennen voll Inbrunst
Alles verzehren, was sich bietet
Nutzen jede noch so kleine Gunst
Nichts, was das Leben vor mir hütet

Niemand kann es uns geben
Niemand kann es je halten
Kann sich nur selbst gebären
Und wieder frei entfalten

Können den Anfang nicht erfassen
Das Ende niemals wirklich greifen
Können uns am End’ nur einlassen
Im Strom der Zeiten schließlich reifen

So werden wir durchs Leben getragen
Von unserer ganz eigenen Welle
So weit, wie wir uns in’s Leben wagen
Bis wir stehen an eigener Schwelle

Wir kommen, ohne zu wissen woher
Wandeln durch’s Leben wie ein greises Kind
Wir gehen, ohne zu wissen wohin
Glauben und hoffen, das uns jemand nimmt

So sind wir nur ein kleiner Teil
Dessen, was sich stets selbst genügt
Hoffen auf angenehme Weil‘
Leben sich mit sich selbst vergnügt

^Gedichte / PDF-Datei

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