Gnade

Wir quälen uns
Bestehlen uns
Gegenseitig hassen
Können es nicht lassen
Als wollten wir heilen
Was wir nicht können teilen
Unsere Liebe
Immer nur Hiebe
Weil Angst zu groß
Vor leeren Händen bloß

Könnten meine Hände sein
Die bringen die Pein
Doch deute ich auf jene
Nach denen ich mich sehne
„Sie haben mir genommen,
Was ich allein soll bekommen!
Es steht ihnen nicht zu
Was mir allein bringt Ruh‘!
Sie klage ich an!
Legt sie in Bann!“
So schreie ich
Und verneine mich
Meine Sehnsucht
Teil zu sein
Nur noch Flucht
Gemein zu sein

Die Angst ist stark
Dahinter mich verbarg
Ein Leben im Schatten
Danieder wie Ratten
Allein innere Glut
Nicht führte zu Mut
Schürte nur Hass
Wolllust und Prass

Nehme mit Gewalt
Was keiner Teilt
Bestehle mich selbst
Und quäle mich selbst
Die Gegenseite ist in mir
Und suche sie doch bei Dir
Gibt es noch Hoffnung
Auf eine gerechte Ordnung
Wo alles hat seinen Platz
Mein Leben – nicht nur ein Satz

So lasse ich los
All die Gabe
Die in Deinen Händen liegt
Und hoffe bloß
Auf die Gnade
Die in Deinen Händen liegt

^Gedichte / PDF-Datei

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