Der Griff nach den Sternen

Alleine stehe ich hier
Blicke hoch in die Sterne
Und so gestehe ich mir
Die Frage in die Ferne 

„Warum tu’ ich das?
Was nur treibt mich an?
Keine Ruh’ ich lass
Wie in bösem Bann“ 

„Keim universeller Hoffnung
Ewig lässt dich weitermachen
Es ist heilige Opferung
Für die wir Feuer entfachen“ 

„Doch wer am End’ ist das Opfer?
Wem allein nur gilt die Hoffnung?
Gehört nicht alles dem Schöpfer?
Wofür Gewinn und Untergang?“ 

„Dein ewiger Strom des Selbst
Alleine lässt dich darben
Es ist der Höchste stets selbst
Trägt alle deine Narben 

Solang’ du ihn nicht erkennst
Hast du dich selbst nicht erkannt
Solang’ du ihn nur benennst
Hast du dich selbst noch verbannt 

Erkenne dein wirkliches Wesen
Die Einheit zwischen allen Dingen
In dem Moment bist du genesen
Will der Gedanke dir gelingen 

Ob Gewinn oder Hungerlohn
Wo wird wirklich unterschieden?
Ob Gutsherr oder doch nur Fron
Nur mit beiden kann’s gelingen 

Der eine bemüht den Körper
Der andere setzt auf den Geist
Welcher steht nun wirklich höher
Wenn der andere ihn nicht preist? 

Der Knecht blickt zu Boden
Mit der Hände Arbeit
Der Herr blickt nach oben
Beugt sich der Herrlichkeit 

Der Knecht richtet sich auf
Wird Herr seiner Leistung
Der Gutsherr gibt sich auf
Wird Knecht seiner Weisung 

So strebt ein jeder
Stets dem ander’n zu
Denn es gibt keiner
Ohne Wissen Ruh’ 

In des Sturmes Auge
Ist Stille ohne Qual
Du stellst die Frage
Du hast also die Wahl“ 

„Muß ich also lassen geschehen
Was immer da auch geschehen will?
Muß wirklich allen zugestehen
Was er oder sie verdrehen will?“ 

„So ist nunmal Gottes Fingerzeig
So gestellt dein Platz in Zeit und Raum
Säge nicht länger an deinem Zweig
Jenem dünnen Ast am Lebensbaum 

Du drehst doch selber mit
Am großen Rad der Zeit
Und hälst nur mühsam Schritt
Mit deiner Endlichkeit 

Lass alle deine Ängste fahren
Dann blickst du deine Begehrlichkeit
Und willst du irgendwas ersparen
Verwehrst du dir deine Herrlichkeit 

Doch glaube nicht an die Falle
Du seist Herr über den Dingen
Trägst Verantwortung für alle
Dann bricht die Welt deine Schwingen 

Steig‘ gelassen in den Fluß
Genieß‘ die reissende Fahrt
Es kommt, wie es kommen muß
Der Rest hat schon einen Bart“ 

So allein versteh’ ich es
So gebe ich es weiter
So allein vernehmt Ihr es
So zieh ich fröhlich weiter 

^Gedichte / PDF-Datei

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