Eulenspiegel

Ich nehme ohne Scham
Ich gebe ohne Gram
Ich stehle nur den Rahm
Weil Brot ich nicht bekam 

So lebe ich mit Lust
Akzeptier’ der ander’n Frust
Und lösche meinen Durst
An jeder Mutterbrust 

Die Menschen sind mir nicht einerlei
Nur sind sie nicht wirklich frei
In Ihrer Sicherheit sind sie dabei
Und machen aus ihrer Seele Einheitsbrei 

Der Geist ist stark, der Wille auch
So ist es recht, so will‘s der Brauch
Wem es nicht passt, der folgt im Rauch
Gleich, ob mit oder ohne Hunger in Bauch 

So ziehe ich wie Eulenspiegel über‘s Land
Reiche jedem, der bereit die Hand
Verlasse mich auf keinen Stand
Und lebe halt am Rand 

^Gedichte / PDF-Datei

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