Aufgaben

Du bist ein Mensch der sich bemüht
Der all seine Kraft verwendet
Mit seinem Tun Herzen berührt
Mit seinen Worten Trost spendet

Doch bitt‘ ich Dich
In Deinem Tun
Sei vorsichtig
Las auch mal ruh’n

Du bist bereit
Immer geben
Die ganze Zeit
Ganzes Leben

Doch auch Du musst nehmen
Du bist nicht unbegrenzt
Kraft für all Dein Streben
Wird auch wieder ersetzt

Aber nur, wenn Du bereit
Dich selbst als Mensch zu sehen
Nichts ist grenzenlos befreit
Nichts kann endlos bestehen

Nutze Deine Fähigkeiten
Auch für eigenes Befinden
Lasse Deine Tätigkeiten
Glück auch für Dich selber finden

Körper benötigt Nahrung
Die Dir wohl bekommt und schmeckt
Geist dagegen braucht Hoffnung
Auf Sinn und guten Effekt

Manche Aufgaben scheinen grenzenlos
Überschreiten leicht ein Menschenleben
Die eigene Kraft erscheint wie nutzlos
Sinnlos alles persönliche Streben

Bist nicht geschaffen
Selbst Gott zu spielen
Wirst nur erschaffen
Was Gottes Willen

Nimm Dir Zeit für Dich
Für kleine Freuden
Lass Dich nicht im Stich
Dir nützt kein Leiden

Aufgaben werden am besten erfüllt
Wenn angenommen aus freien Stücken
Nicht in Lügen und Ausreden gehüllt
Wollen nichts und niemanden verzücken

Aufgaben sind Pflichterfüllung
Sie lehren uns durchzuhalten
Zeigen tiefere Erfüllung
Wenn bereit sie zu entfalten

Kraft liegt in Beständigkeit
Hoffnung in der Tätigkeit
Glaube erschafft Möglichkeit
Und Liebe die Menschlichkeit

D’rum erkenne auch Dich als Mensch
Liebe Dich selbst, so wie Du bist
Noch immer Fehler macht der Mensch
Du bist geliebt, so wie Du bist

Schreite voran in kleinen Schritten
So gelingt die schwerste Aufgabe
Nimm Dir auch Zeit für gute Sitten
So wird Beharrlichkeit zur Gabe

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Wir alle haben unsere Aufgaben, unsere Verantwortung und unsere Pflicht – mal selbst gewählt, mal aufgezwungen. Diese Aufgaben sind nicht selten wie ein Ideal: eigentlich nicht erfüllbar, ein Sisyphos-Felsen, den wir von unserem Herzen nicht herunterstoßen können oder wollen, an dem wir uns jeden Tag aufs neue messen.

Viele solche Aufgaben werden aber zu Lasten, die uns zu sehr niederdrücken, uns zweifeln lassen und manchmal auch deprimieren. Dann hilft nur eines: Auch mal „fünfe grade sein lassen“, etwas „sinnloses“ aber „schönes“ tun, sich an seinen eigenen Idealen versündigen (am besten aber auch nur an denen). Und nach dem „Urlaub“ einfach wieder zu seinem Felsen zurückkehren – aus Liebe oder auch nur aus Gewohnheit. Manchmal wird dann der Sinn der Schuffterei auch wieder sichtbar…

^Gedichte

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