Glück

Es ist nicht wichtig wer ich bin
Entscheidend ist, was ich tue
Mein Ich erklärt mir keinen Sinn
Nur mein Handeln bringt mir Ruhe

Ein kleines Ritual hier
Ein Bitte, ein Danke dort
Verbindung von mir zu Dir
Und die Einsamkeit ist fort

Nur für den Moment vielleicht
Doch vieler Momente Zeit
Ein ganzes Leben erreicht
Ein wenig leichter das Leid

Wer führt mich durch die Welt
Es sind meine Augen
Wer erklärt mir die Welt
Urteil fällt mein Glauben

So will ich Beweis antreten
Das Hilfsbereitschaft immer da
So kann ich allzeit erfahren
Das zeitlos Güte immer nah

Selbst der schlimmste Feind
Ist auch ein Mensch nur
Wie der beste Freund
Ohne Hoffnung nur

Wer soll ihm sonst zeigen
Das auch er wird geliebt
Will ich weiter schweigen
Kein Feind wirklich besiegt

Gehe ich in die Welt offen
Sehe ich Hoffnung entstehen
Ist meine Tür für Dich offen
Kann auch ich immer eintreten

Die ewigen Zyklen des Lebens
Gehen nach und nach auf und nieder
Tränen der Freude und des Schmerzes
Alles kehrt schließlich immer wieder

Kann sie nicht durchbrechen
Kann sie doch bereichern
Las mich nicht bestechen
Was scheint zu erleichtern

Gehe meinen Weg durch die Welt
Wenn ich kann mit einem Lächeln
Es ist nicht immer gut bestellt
Hinter Glück nicht immer her hecheln

Hinter dem Tal folgt die Höhe
Im Pech ist auch Glück enthalten
Nach der Einsamkeit kommt Nähe
Muss nur die Hoffnung behalten

Dieser Glaube trägt durch’s Leben
Durch Unverstand und Misslichkeit
Will versuchen Glück zu geben
Bin für mein Glück immer bereit


„Du bist Deines Glückes Schmied.“ Ein kleiner Satz mit großem Gewicht: Jeder trägt selbst die Verantwortung. Aber wie kann ich meinem Glück, meinem inneren Frieden helfen? Das Schicksal hat seine eigenen Regeln. Und ich kann nicht viel dagegen tun. Aber ich kann versuchen, meinen Nächsten, Dich und Deinen Nächsten, mit wohlwollenden Augen zu betrachten. Und schon ist die Welt ein wenig freundlicher auch mit mir.

Geduld

Ich spür’ euch lang‘
Seid schon ganz nah
Ein stiller Drang
Ihr seid bald da

Meine Wünsche
Meine Träume
All‘ die Güte
Stark wie Bäume

So hab Geduld, mein Kind
Zeit wird schon noch reifen
Hab doch Geduld, mein Kind
Dann wirst Du begreifen

Es sind schnelle Schritte
Die uns stolpern lassen
Ist die hast‘ge Bitte
Die wir bald verprassen

Ich will doch alles geben
All die Fähigkeit und Kraft
Will nur nach Bestem streben
Warum länger diese Haft?

Im Hoffen und Bangen
Stetig stille Spannung
Schon so lang‘ gefangen
Darum diese Ahnung

Man sagt: In der Ruhe
Verborgen liegt die Kraft
Schwieriges mit Muse
Ist dann schon bald geschafft

Wer warten kann ist weise
Wer übereilt doch handelt
Bezahlt die grössten Preise
Klug, wer bedächtig wandelt

Was nützt es mir zu sehen
Wie ohne Tat und Wirkung
Mein Leben wird vergehen
Als wär‘ mein Sinn nur Sichtum

Der Zweifel nagt an allen Ecken
Ist denn dieser Weg der Richtige?
Ewiger Stillstand macht mir Schrecken
Ist den anderes das Wichtige?

Oh nein, bleib fest im Glauben
Dein Weg ist der Richtige
Selbst die Blinden und Tauben
Spüren doch das Wichtige

Die Schritte sind blind
Der Weg im dunkeln
Es geht nicht geschwind
Doch dort – ein Funkeln

Jetzt kann ich es erahnen
Ist dort das ersehnte Ziel?
Als würde ich nur wähnen
Will hoffen, was mir gefiel

So will ich mich weiter üben
In Ruhe und Besonnenheit
Das Gemüt nicht weiter trüben
Beilegen den inneren Streit

Das Gleichgewicht

Es ist nur ein kleines Wort
Und doch wie eine Perle
Am allerheiligsten Ort
Auf das sich niemand wehre

Wer es spricht und recht behält
Hat den ersten Schritt zur Macht
Kann lenken, wie es gefällt
Im Stillen oder mit Pracht

Das „Nein“ ist die kleinste Einheit
Steht für Begrenzung in allem
Doch kann verhelfen zur Reinheit
Oder Zerstörung von allem

Es klärt die Verhältnisse
Was darf leben und was nicht
Doch es führt auch zur Krise
Stimmt dieses Verhältnis nicht

Furcht vor dem Tode ist sein Geheimnis
Alles will nur leben – um jeden Preis
Alles in natürlichem Verhältnis
Hat seine Grenze und auch seinen Preis

Der ewige Wandel
Ist der ewige Drang
In ewigem Zirkel
Ewig im Vorwärtsgang

Wollen nicht loslassen
Was uns niemals gehört
Wollen nicht verpassen
Was uns endlich zerstört

Und doch gibt es eine Grenze
Des Lebens Apsis im Zenit
Die wir nicht kennen zur Gänze
Was Schicksal am Ende uns gibt

Wer in dem Moment hat Macht
And’res vor sich zu stellen
Kann für sich sorgen ganz sacht
Sich allein glücklich stellen

Wer nicht sagen kann: Nein
Nicht nur will sondern muß
Den wird treffen die Pein
Bis zum bitteren Schluß

Ob Hilfe oder nur Qual
Macht ist beides im Leben
Das „Nein“ nimmt und gibt die Wahl
Läßt nach höherem Streben

Ob bewußte Disziplin
Ob grausame Sklaverei
Liegt tief im inneren Sinn
Im Leben immer dabei

So hält die Macht das Gleichgewicht
Vernichtet Leben und erschafft
Zittern in jedermanns Gesicht
Der den Frieden damit nicht schafft


Die Macht – Traum und Albtraum vieler Menschen. Sie fluchen ob der Macht anderer über sie, wollen selber aber auch nicht ohnmächtig sein, also doch Macht haben – und damit Macht über andere.

Wir müssen uns versöhnen damit, das es Macht und Ohnmacht gibt in der Welt – ein Unterschied, der die Basis von Wachstum, Streben und Entwicklung ist.

Nur wie wir mit den uns gegebenen Möglichkeiten umgehen liegt in unserer Hand. Nicht die Frage, ob wir etwas an der Existenz der herrschenden Machtgefälle tun können. Wir können uns unserer Verantwortung nicht entziehen.

Bete für mich

Triggerwarnung

Ich habe Dich verletzt
Meine Messer an Dir gewetzt
Ich habe dir geschadet
Mit Lust in Deinem Leid gebadet
Darum bitte ich Dich
Bete für mich 

Als ich sah, was sie mit Dir machten
Habe ich noch geklatscht, als sie lachten
Ich will es nicht beschwören
Aber ich kann die Teufel wieder hören
Darum bitte ich Dich
Bete für mich 

Ich ließ es geschehen
Habe noch mitangesehen
Wie sie kamen, Dich zu hohlen
Gemeinsam haben wir Deine Seele gestohlen
Darum bitte ich Dich
Bete für mich 

Habe viel zu lange nicht nachgedacht
Habe zuviel Zeit mit den Teufeln verbracht
Auch wenn ich weiß, so kann ich nicht verstehen
Die Teufel – nun ich kann sie sehen
Darum bitte ich Dich
Bete für mich 

Ich habe ihr Spiel mitgespielt
Mich dabei groß und stark gefühlt
Vergessen, wie klein ich bin
Mit ihnen waren alle Zweifel dahin
Darum bitte ich Dich
Bete für mich 

Sie sind schon ganz nah, ich kann sie fühlen
Niemand kann ihren Durst stillen
So wie sie Dich gestohlen
Kommen sie nun um mich zu holen
Darum bitte ich Dich
Bete für mich 

Die Schuld, die ich an Dir begangen
Ist größer, als ich kann tragen
Nur Gott kann entschulden
Was Du musst erdulden
Darum bitte ich Dich
Bete für mich 

Erkenne mich selbst jetzt als einer von jenen
Von den Teufeln, die Leben nehmen
Will ein Gott mich noch hören
So will ich schwören
Das, solange ich lebe
Ich für Dich bete 

Zuviel

Es ist zuviel
Ich weiß nicht weiter
Führe du meine Hände
Führe du meine Schritte
Führe meinen Geist
Führe mein Herz
Führe es einfach weiter
Mein Leben
Es ist das deine
Das ist meine Bitte 

. Sage Ja
. Öffne dich von innen drin
. Öffne dich für alles was sein will
. Es geschieht nur was sein soll
. Der Lauf der Dinge erfüllt seinen Sinn

Wie kann ich es ertragen?
Wie kann ich es überleben?
Wen soll ich noch fragen?
Wem muss ich mich ergeben? 

. Ergib dich dem was will
. Erfülle damit deinen Sinn
. Sei einfach still
. Gib dich der Strömung hin

Wie kann man diese Dunkelheit ertragen?
Wie kann man da nicht schreien?
Wer kann soviel Mut nur wagen?
Wie kann man in der Ruhe bleiben? 

. Glaube an die Hoffnung
. Glaube an den Frieden
. Suche nicht nach Belohnung
. Strebe nicht nach Siegen

Wie kann ich den Weg erkennen?
Wie soll ich so blind laufen?
Wie soll ich dich benennen?
Werde ich mich nicht nur verkaufen? 

. Du hast den Weg längst gefunden
. Ich lenke lange deine Schritte
. Nur deine Angst hat dich geschunden
. Du bist lange schon in unserer Mitte

Wie kann ich es nur glauben?
Wie kann ich dorthin reifen?
Als wollte man meine Seele rauben
Als würde ich ins Leere greifen 

. Hab‘ vertrauen
. Lass dich fallen
. Wir werden dir die Brücke bauen
. Wir werden dir die Hände reichen