Weihnacht

In der dunkelsten Zeit
Wenn alles Licht ist so weit
Wenn die Gedanken trübe werden
Und alle ein Lächeln hervorzerren
Dann ist die Zeit für Besinnlichkeit
Denn der Sinn scheint so weit
Dabei haben wir nur vergessen
Der Konsumrausch ist vermessen
Und ganz still und leise
Beneiden wir all die Preise
Und hoffen doch nur auf die Lieben
Besonders jene, die nicht geblieben
Denn Glück kann man nicht kaufen
Hoffnung kann man nicht rauchen
Es ist die Zeit der Gemeinsamkeit
Die uns aus unserem Inneren befreit
Es ist das Lachen und das Hören
Die Blicke und Worte, die uns betören
Das Gefühl der Geborgenheit
Ob besinnlich oder auch mit Streit
Es muss nicht perfekt sein
Es ist einfach unser Heim
Dort, wo wir geborgen sind
Wo für uns immer ein Lichtlein glimmt
Wo auch in der dunkelsten Zeit
Jemand uns von unseren Ängsten befreit
Dort ist der Sinn der Weihnacht
Dort hält Liebe in all ihren Gesichtern wacht

Der Trickster

Bist Du dafür
Bin ich dagegen
Willst Du mit mir sei
Geh ich auf anderen Wegen

Suchst Du die Antwort
Stell ich neue Fragen
Willst Du mich versuchen
Will ich alles mit Dir wagen

Willst Du mich kaufen
Werd ich lächelnd alles nehmen 
Und verlangst Du Deinen Teil
Das größte Stück vom Nichts werd ich Dir geben 

Glücklich wirst Du sein
Mit Deinem Stein der Weißen
Und allen wirst Du zeigen
So schön kann man Dich bescheissen 

Schaffst Du dann aber Gold aus Blei
Staunen sie nicht schlecht
All die Lüge, all der Schwindel
Es war und ist doch scheinbar alles echt

Aus dem Nichts erschaffst Du mit meiner Hilfe
Mal ein Paradies und mal die Hölle
Und wenn es dir gefällt
Schenke ich Dir zur gleichen Zeit gleich beide

Doch warum die Hölle ist so beliebt?
Das bleibt mein offenes Geheimnis
Das Paradies kann keiner wirklich leiden
Das ist mein Lachen – und Deine Verdammnis

Dank für die Inspiration an Familienknatsch mit ihrem Beitrag „Wenn Kinder zu gut verhandeln“
( http://familienknatsch.blog/2022/11/13/wenn-kinder-zu-gut-verhandeln/ )

In Deinen Armen

In Deinen Armen 
Fühl‘ ich mich geborgen 
In Deinen Armen 
Verschwinden alle Sorgen 

In Deinen Armen 
Bin ich endlich frei 
In Deinen Armen 
Bleibe ich mir treu 

In Deinen Armen 
Überwinde ich alle Angst 
In Deinen Armen 
Verschwindet, was mich begrenzt 

In Deinen Armen 
Finde ich Frieden 
In Deinen Armen 
Muss ich nicht mehr fliehen 

In Deinen Armen 
Muss ich nichts mehr tun
In Deinen Armen 
Kann meine Seele endlich ruh‘n 

Ich bin

Wo ist meine Dankbarkeit, wenn der Schmerz mein Bewusstsein trübt?

Wo ist mein Wille, wenn meine Wünsche unerreichbar sind?

Wo ist meine Kraft, wenn all meine Mühe ins Leere geht?

Wo ist meine Hoffnung, wenn die Erfüllung meiner Sehnsucht immer jenseits der Grenzen liegt? 

Wo ist mein Glaube, wenn die ernannten Sprecher Gottes ihn mir absprechen? 

Wo ist mein Vertrauen, wenn Ich um Erlösung bete?

Seit langem irre ich umher. 

Oft habe ich andere nach dem Weg gefragt. 

Keiner konnte Antwort geben. 

So kann ich nur vertrauen, während ich mit meinem Schicksal hadere. 

So kann ich nur glauben, wenn ich keinen Sinn mehr finde. 

So kann ich nur hoffen, während das Glück durch meine Finger rinnt. 

So kann ich meine letzte Kraft nur opfern, wenn ich wieder an den Grenzen meiner Angst stehe. 

So kann ich meinen Willen nur noch für etwas Größeres einsetzen, während mein Ego langsam zerbricht. 

So kann ich nur dankbar sein, für alles, was ich bereits bekommen habe. 

Ohne das Geschenk meines Lebens könnte ich diesen Schmerz nicht spüren. 

Dieser Schmerz zeigt mir: Ich bin. 

Blind

Wir sehen nicht
Wir glauben schon zu wissen
Wir vertrauen nicht
Zu oft wurden wir beschissen 

Und wenn die Liebe vor uns steht 
Eines Tages ohne Hoffnung
Glauben wir schon, was uns blüht:
Der nächste Kampf um unser Recht und Ordnung

Die Erklärung ist einfach und klar 
Die Begründung schnell erzählt 
Wenig Worte – wie wunderbar 
Doch es ist die Stille, die uns quält 

Wir vertrauen nur unserem eigenen Urteil 
Ohne zu wissen, was wir wissen 
Brauchen kein Ganzes, es reicht ein Teil 
Alles andere wirkt zu beflissen 

So suchen wir nach Sicherheit 
Nach Glauben und Gemeinschaft 
Und hängen doch an jeder Kleinigkeit 
Und bauen Mauern mit all unserer Kraft