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Zuviel

Es ist zuviel
Ich weiß nicht weiter
Führe du meine Hände
Führe du meine Schritte
Führe meinen Geist
Führe mein Herz
Führe es einfach weiter
Mein Leben
Es ist das deine
Das ist meine Bitte 

. Sage Ja
. Öffne dich von innen drin
. Öffne dich für alles was sein will
. Es geschieht nur was sein soll
. Der Lauf der Dinge erfüllt seinen Sinn

Wie kann ich es ertragen?
Wie kann ich es überleben?
Wen soll ich noch fragen?
Wem muss ich mich ergeben? 

. Ergib dich dem was will
. Erfülle damit deinen Sinn
. Sei einfach still
. Gib dich der Strömung hin

Wie kann man diese Dunkelheit ertragen?
Wie kann man da nicht schreien?
Wer kann soviel Mut nur wagen?
Wie kann man in der Ruhe bleiben? 

. Glaube an die Hoffnung
. Glaube an den Frieden
. Suche nicht nach Belohnung
. Strebe nicht nach Siegen

Wie kann ich den Weg erkennen?
Wie soll ich so blind laufen?
Wie soll ich dich benennen?
Werde ich mich nicht nur verkaufen? 

. Du hast den Weg längst gefunden
. Ich lenke lange deine Schritte
. Nur deine Angst hat dich geschunden
. Du bist lange schon in unserer Mitte

Wie kann ich es nur glauben?
Wie kann ich dorthin reifen?
Als wollte man meine Seele rauben
Als würde ich ins Leere greifen 

. Hab‘ vertrauen
. Lass dich fallen
. Wir werden dir die Brücke bauen
. Wir werden dir die Hände reichen

Leicht

Das Leichte ist
Was Leichte gibt
Die kurze Frist
Nicht zieht, nicht schiebt

Nicht denken, nicht handeln
Schlicht nur gemütlich sein
Nur getragen wandeln
Im Leben einfach sein

Doch wenn ich etwas will
Dann bleibe ich nicht still
Gehe los und jage
Stelle keine Frage

Versuche nur zu hoffen
Die Welt stehe mir offen
Das sie mir alles gebe
Wonach ich jeweils strebe

Ich bin ein Teil von ihr
Sie wird mich versorgen
So wie mein Lieb‘ zu Dir
Will Dir alles borgen

Das Leben ist einfach
Ich nehme, ich gebe
Verstand rechnet dreifach
Ob ich wirklich lebe

Werde an allem zweifeln
Weiß keine Antwort sicher
Logik will Verstand schmeicheln
Fühle den Beweis sicher

Die letzten Fragen bleiben offen
Bis ich aufhöre sie zu missen
Ob ich klar bin oder besoffen
Ich weiß oder werde nie wissen

Gedanke: KI – Entwicklung

Was meiner Meinung nach heute einer künstlichen Intelligenz fehlt, um das zu entwickeln, was wir ein „Bewusstsein“ nennen, ist eine Sinnhaftigkeit. Beim (menschlichen) Leben ist dieser Sinn die Selbsterhaltung. Genauer: ein Selbsterhaltungstrieb, welcher noch über das überleben des Individuums hinaus geht.

Diese Sinnhaftigkeit könnte man auch als eine Art „Aufgabenstellung“ integrieren.

Der Nachteil einer solchen Aufgabenstellung wäre aber auch eine wie auch immer geartete Art von Aggression gegen alles, was der Lösung der Aufgabenstellung, der Selbsterhaltung im Wege steht. Also ggf. auch gegen uns Menschen, wenn wir einzelne Entscheidungen dieser KI nicht gut heißen. Die KI wird dann einen Weg suchen und finden, welcher das „Problem“ auf irgendeine für die KI sinnvolle Art löst.

Und wie solche Lösungen aussehen können, kann man an unserem eigenen Verhalten beobachten…

(Siehe die Robotergesetze nach Isaac Asimov.)

Die Entscheidung

Die Welt ist nicht gerecht
Aber Du kannst es sein
Die Welt ist nicht schlecht
Aber Du kannst es sein 

Die Natur interessiert nicht die Schwachen
Doch Du kannst es tun
Die Natur will sich nicht rächen
Doch Du kannst es tun

Die Technik bietet Chancen
Und Du kannst sie nutzen
Die Technik kann vernichten
Und Du kannst sie nutzen 

Die Entscheidung liegt bei Dir
Du musst Dich ihr stellen
Tun oder lassen – jetzt und hier
Du musst das Urteil fällen

Gedanke: Schlafwandler

Eigentlich wissen wir alles, was wir für den nächsten Schritt brauchen. 
Das Problem ist, dass wir es nicht glauben. 
Aber selbst der Zweifel ist Teil dieses Prozesses. 
So leben wir unser Leben die meiste Zeit in schlafwandlerischer Sicherheit. 
Und einen Schlafwandler aufzuwecken kann sehr irritierend und bisweilen auch verstörend sein. 
Aber es kann uns auch neue Erkenntnisse bringen, was wir in unserem Leben so alles treiben, während wir glauben, alles – oder zumindest das meiste – unter Kontrolle zu haben.