Ein Segen – благословение

Ich möchte, daß es Dir gut geht, ganz gleich, was Du tust, was Du denkst oder was Du glaubst.

Ich möchte, daß Du fühlst und weißt, daß Du geliebt wirst, ganz gleich, was andere glauben, was andere sagen oder was andere tun.

Und ich möchte, daß Du immer die freie Wahl hast, die Wahl in dem, was Du willst, was Du brauchst und was Du musst.

Dafür möchte ich mein Glück, meine Liebe und mein Leben als Pfand geben.

Искам да си щастлив, независимо какво правиш, какво мислиш или в какво вярваш.

Искам да чувстваш и знаеш, че си обичан, независимо какво вярват другите, какво казват другите или какво правят другите.

И искам винаги да имате свободен избор, избор какво искате, какво имате нужда и какво трябва.

Бих искал да заложа щастието си, любовта си и живота си за това.

Weihnacht

In der dunkelsten Zeit
Wenn alles Licht ist so weit
Wenn die Gedanken trübe werden
Und alle ein Lächeln hervorzerren
Dann ist die Zeit für Besinnlichkeit
Denn der Sinn scheint so weit
Dabei haben wir nur vergessen
Der Konsumrausch ist vermessen
Und ganz still und leise
Beneiden wir all die Preise
Und hoffen doch nur auf die Lieben
Besonders jene, die nicht geblieben
Denn Glück kann man nicht kaufen
Hoffnung kann man nicht rauchen
Es ist die Zeit der Gemeinsamkeit
Die uns aus unserem Inneren befreit
Es ist das Lachen und das Hören
Die Blicke und Worte, die uns betören
Das Gefühl der Geborgenheit
Ob besinnlich oder auch mit Streit
Es muss nicht perfekt sein
Es ist einfach unser Heim
Dort, wo wir geborgen sind
Wo für uns immer ein Lichtlein glimmt
Wo auch in der dunkelsten Zeit
Jemand uns von unseren Ängsten befreit
Dort ist der Sinn der Weihnacht
Dort hält Liebe in all ihren Gesichtern wacht

Gedanke: Liebe muss nicht echt sein, sondern perfekt…

Immer wieder begegnet mir der Spruch: „Liebe muß nicht perfekt sein, sondern echt.“ 

Ist das so?

Wir alle wollen geliebt werden. Mit anderen Worten: Wir wollen gesehen werden, so angenommen werden, wie wir sind. Und, wenn notwendig, dass uns geholfen wird, wenn wir es brauchen. Hilfe und Unterstützung aber bitte nur so, wie wir es individuell brauchen bzw. wie es sich nicht vermeiden lässt. Denn wir wollen auch unsere Autonomie und Selbstwirksamkeit spüren. Sind alle diese Bedingungen erfüllt, fühlen wir uns geliebt. (Okay, das ist jetzt stark vereinfacht – es soll „plakativ“ sein.)

Liebe hat also einen ganz bestimmten, individuellen Ausdruck. Unter den richtigen Bedingungen fühlen wie uns getragen und beschützt durch Partner und Gemeinschaft, und sind doch gleichzeitig frei in unserer Selbstbestimmung und können uns entfalten. Die richtige, also „perfekte“ Mischung vermittelt uns das Gefühl, geliebt zu werden. Fehlt ein Teil oder ist ein Teil zu viel, geht uns die Sicherheit und damit die Freiheit verloren und die freie Entfaltung ist nicht mehr möglich. Was nützt uns also eine „echte“ Liebe, wenn sie uns so viel Sicherheit bietet, dass wir uns erdrückt fühlen, oder soviel Freiheit, dass wir das Gefühl verlieren, gesehen und getragen zu werden? Liebe muß also nicht unbedingt echt sein, sie sollte vielmehr perfekt sein. 

Aber wer kann uns so annehmen, wie wir sind? Ohne Einschränkungen? Wer kann uns so helfen, wie wir es brauchen, ohne dabei übergriffig zu sein? Ohne uns dabei das Gefühl zu geben, schwach und bedürftig zu sein? Wir wollen in den Augen des Anderen stark und selbstbewusst sein. Wir wollen unser Leben und unsere Welt unter Kontrolle haben. Wir wollen uns sicher fühlen – unabhängig und aus eigener Kraft. Aber wir wissen, dass wir auf die Gemeinschaft angewiesen sind, dass wir die anderen brauchen, auch wenn wir für eine Zeit lang bewusst die Einsamkeit wählen. Wir hoffen also auf die Achtsamkeit und suchen die Aufmerksamkeit, auch wenn sie nicht selten übergriffig und unangenehm ist. Wir wissen, daß wir im freien Spiel der Kräfte alleine nicht überleben können, daß der Winter zu kalt und die Natur zu hart ist. Wir brauchen die schützende Enge der Gemeinschaft, die uns begrenzt und unsere Freiheit beschränkt. Und wir brauchen die Blicke und das Einmischen, das uns rettet, wenn wir gewollt oder unabsichtlich Tabus gebrochen und Grenzen überschritten haben und dadurch in größter Not sind. 

Und so hoffen wir auf jenen letzten Schlag, den „Ritter-Schlag“, der das Ende unserer Erziehung und Abhängigkeit symbolisiert. Niemand mehr braucht und darf uns begrenzen und tadeln und gegebenenfalls mit Schlägen züchtigen für unser Fehlverhalten. Wir kennen unsere Grenzen und halten sie freiwillig ein, wir achten selbst unseren Mut und unsere Tapferkeit und bitten aus freien Stücken um Hilfe, wenn wir sie brauchen. Wir haben unseren Platz in der Welt gefunden und respektieren die wirkliche Ordnung, die wir als jene Wahrheit erkennen, welche der Natur und dem Leben innewohnt. Wir erkennen: Nichts ist perfekt, denn jedes Ideal ist eine Utopie. Und so wird auch die Liebe, die wir geben können, niemals perfekt sein – weder für uns selbst, noch für einen anderen. Aber wir können akzeptieren und annehmen, so wie es ist. Wir können da sein, um zu helfen, wenn wir gebraucht werden. Und wir können lieben, uns selbst und andere, so wie wir es eben können – nicht perfekt, aber echt.

Gedanke: Grenzen lernen

1. Zuerst werden wir begrenzt – Grenzen bieten Halt und Sicherheit.

2. Dann lernen wir, die Grenzen zu verinnerlichen – wir erkennen richtig und falsch.

3. Dann begrenzen wir andere – „was uns hilft, hilft auch anderen“ (eigentlich ein Akt der Liebe).

4. Dann Lernen wir, das Grenzen nicht immer eingehalten werden können – wir kommen in äußere und innere Konflikte.

5. Wir stellen die Grenzen infrage – wir rebellieren gegen die herrschenden Strukturen.

6. Zuletzt lernen wir, Grenzen zu akzeptieren, weil sie einen Sinn haben, aber auch sie zu überschreiten, wenn es notwendig ist – eigentlich brauchen wir keine Grenzen mehr, aber sie geben uns immernoch Halt und Sicherheit.