Der Versuch

Du glaubst, Du störst hier alle
Passt nicht rein in uns’re Welt
Du sitzt in einer Falle
Ist nicht gut um Dich bestellt

Aber nicht, weil Du zu groß bist
Zu dünn, zu dick oder zu klein
Erzählten nur, daß Du es bist
Dann fühlten sie sich selbst nicht klein

Aber selbst wenn Du völlig anders bist
Wenn es sichtbar ist oder vielleicht nicht
Du bist genau so gewollt, wie Du bist
Denn anders gibt es Dich nun einmal nicht

Du magst nicht besitzen
Das ganz Besondere
Doch wer will es schnitzen
Am End‘ das Schlechtere

Sie wollen Dich nicht sehen
Haben Angst vor Deiner Kraft
Doch ich will zu Dir stehen
In unserer Gemeinschaft

Selbst die geringste aller Gaben
Ist mehr Wert im richtigen Moment
Als das, was alle wollen haben
Aber Dir allein noch kein Glück bringt

Bist begabt mit Fähigkeiten
Welche nur Dir allein vergönnt
Vielleicht Singen, vielleicht Schweigen
Das, was ich von Dir lernen könnt‘

Des Lebens Ruf will Dich ereilen
Wart‘ nicht zu lang‘ mit Deiner Antwort
Die Chance will nicht lang‘ verweilen
Trotzdem fürchte nicht, wenn wieder fort

Chancen gibt es viele
Jeden Tag aufs neue
Manche sind nur Spiele
Manche fordern Treue

Beobachte die Möglichkeiten
Wähle stets nach eigenem Gefühl
Es gibt dabei nur Voranschreiten
Lass Dich nicht hetzen, bleib‘ besser kühl

Genieße den Strom an Möglichkeiten
Lass Dich von ihm stets erneut erfreuen
Wenn Du bereit bist weiter zu schreiten
Spring hinein! Du wirst es nicht bereuen

Zeige was Du kannst
Gleich, was sie sagen
Du im Lichte prangst
Wahrheit muß wagen

Und wenn Du ihn gefunden hast
Deinen Dir ganz eigenen Weg
Lass Dich nicht antreiben zur haßt
Geh‘ selbst Deinen eigenen Weg

Niemand kann sagen – außer Du selbst
Wohin am End‘ der Weg wird führen
Niemand kann wagen – außer Du selbst
Diesen Weg selbstbewußt zu gehen

Das Leben stellt uns Aufgaben
Die wir meistern oder scheitern
Das Wichtigste ist es wagen
So den Horizont erweitern

Bei Erfolg werden sie nur murren
„War doch sicherlich gar nicht so schwer“
Bei Niederlage hör sie lachen
„Ein jeder hier ist ein Besserer“

Aber keiner hat es je gewagt
Was Du hier hast auf Dich genommen
Keiner hat bis jetzt auch nur gesagt
Wie weit tatsächlich bist gekommen

Sie wollen Dich nicht anerkennen
Haben Angst vor eigener Schwäche
Du sollst ihre Stärke benennen
Die sonst allein nur Deine wäre

D’rum versuch es jeden Tag auf’s Neue
Gestallte Deine persönliche Welt
Probiere jedesmal ohne Reue
Vielleicht glückt eine wirklich schöne Welt

Vergiß Vergangenheit nicht
Bei all‘ Deinen Versuchen
Hast die Spuren noch in Sicht
Wie and’re Dich verfluchten

Mach das Gleiche nicht mit ihnen
Laß sie leben in ihrem Raum
So wirst Du schließlich gewinnen
Deinen allergrößten Wunschtraum


Der Selbstzweifel ist wohl die schwerste Last, die wir mit uns herumtragen können. Aber wir können ihn auch selbst wieder ablegen und versuchen, uns auf das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen einzulassen.
Und selbst wenn wir die dunklen Wolken am Horizont sehen, keine Nacht dauert ewig. Und so bleibt uns immer die Hoffnung. Hoffnung auf den einen Moment, in dem wir erkennen, das hinter den Wolken die Sonne immer scheint und wir auch in dunkelster Nacht geliebt werden.
Niemand ist wirklich allein. Nur ob wir das erkennen, diese Entscheidung kann uns keiner abnehmen.
So heißt es, hinausgehen und wagen. Mit Worten oder mit Taten. Egal, wie klein die Schritte sind…

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