5 Kommentare zu „Gedanke: Verlustangst“

  1. Gibt es das? Das man nichts mehr zu verlieren hat. Das Gefühl gibt es ganz sicher und es ist sicherlich eines der massivsten. Aber wenn man es fühlen kann, gibt es nicht dennoch, wenn vielleicht auch gerade vom Schleier verdeckt, etwas, dass wertvoll ist?

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    1. Nach meiner Beobachtung ist es der „Schleier“, der uns die Ängste beschert. Je mehr er sich lichtet, desto mehr verliert man an Ängsten.
      Man beginnt zu erkennen, dass es fast immer nur Ängste vor dem Unbekannten sind. Hinter dem „Schleier“ erkennt man die Verbindungen zwischen allem Sein und Werden.
      Das Problem ist der Verlust der Ängste durch Resignation, ohne den Sinn zu verstehen. Und dann läuft man Gefahr, alles zu verlieren, was einem gleichgültig geworden ist.
      Für mich besteht die Chance darin, loszulassen – vor allem die Furcht vor der Angst. Dann wird man frei. Ängste, Befürchtungen und Schmerzen bleiben, aber sie sind dann nicht mehr die zwingende Kraft, die einen treibt.
      (Zur Erklärung: Angst ist ein mentales Konzept. Furcht ist eine instinktive Reaktion, welches primär der Körper erlebt.)
      👍🍀🌈

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  2. Was, wenn du so sehr auf den Herrn vertraust?
    und seine Worte, u. a. „Fürchte dich nicht“
    (wie ich vernommen habe 365 x in der Bibel niedergeschrieben)
    dir ins Herz geschriebe sind??

    ok. ich habe da noch die „Sache mit der Höhenangst“ – hmm,
    und das … ist ja jetzt ein „besonderer Fall“ (;-)

    Alles Liebe,
    Raffa.

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    1. Ich kenne die Worte „Fürchte Dich nicht“ aus der Bibel nur im Zusammenhang mit Situationen, in denen sich ein normaler Mensch fürchtet bzw. fürchten würde. Für mich sind die Worte aus der Bibel ein Aufruf zur Hoffnung, daß alles gut werden wird, gleich wie furchterregend die (bevorstehende) Situation ist. Wenn man Furcht empfindet und gleichzeitig Hoffnung hat, behält man die Wahl der freien Entscheidung. Ist man hingegen in der Furcht gefangen, bleibt einem (in der Regel) nur flüchten, kämpfen oder todstellen, aber nicht mehr die Möglichkeit der Hingabe.
      (Für mich sind die meisten (Sprach-)Bilder und Aussagen der Bibel im übertragenen Sinne zu verstehen. Aber ich bin kein Bibelkenner oder gar Theologe, auch wenn ich mal versucht habe, die Bibel zu lesen – zumindest teilweise.)
      Meines Wissens nach bleibt die Fähigkeit zu Furcht und Angst ein Leben lang, außer es liegt ein physischer Gehirnschaden vor. Allerdings hat der Mensch die Möglichkeit, seine Amygdala-Reaktion zu moderieren – in individuell unterschiedlich ausgeprägter Möglichkeit. Das zweite „Angstzentrum“, das es im Körper geben muss, konnte wissenschaftlich noch nicht lokalisiert werden. (Soweit mein Kenntnisstand. Ich vermute es allerdings im sogenannten „zweiten Gehirn“ im Bauchraum.)
      👍🍀🤗

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      1. Nun, diese „philosphische Geschichte“,
        welchen Hund wir denn füttern …
        … und wo wir uns dann sogar spezialisiert haben – nach Fokus und „Fütterung“ und irgendwie die Angst anziehen oder gar lieben?!??
        … und andersherum wissen wir, wie du auch schreibst, daß dann Angst Hirn frißt, was wir ja auch von der Gier her kennen.

        — Es gibt soviele spannende Bilder, Ebenen und Verknüpfungen in der Bibel, und ja es ist besser kein Theologe zu sein, doch das Lesen lohnt sich definitiv …

        Merci für deine Worte,
        alles Liebe,
        Raffa.

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