Der Spiegel

Ich stehe hier
Zum Kampf bereit
Waffen bei mir
Kurz vor der Zeit

Will Rache für meinen Verlust
Du hast mir alles genommen
Nur Blut kann stillen meinen Durst
So werde ich Dich bekommen

Ich stehe allein Dir gegenüber
Gesicht verzehrt, Schlitze nur die Augen
So stehst Du allein mir gegenüber
Leere Hände, Fragen in den Augen

Eltern, Kinder, Mann und Frau
Alle hast Du genommen
Kleinste Nester, größter Bau
Nichts davon blieb erhalten

Was haben sie Dir getan?
Musste sie gehen lassen
Was habe ich Dir getan?
Will Dich nicht leben lassen!

Will Dich ergreifen
Letztlich alles Dein
Werde ich schleifen
Bis nichts bleibt was Dein

Warum hast Du nicht wachsen lassen
Was wir haben erdacht und erbaut
Machtest uns immer wieder prassen
Bis alle waren nur noch verroht

So werde ich wüten und toben
Alles erreichbare vernichten
Von tief unten bis ganz nach oben
Auf keine Einzelheit verzichten

Werde alles nehmen
Was Dir lieb und teuer
Will mich nicht bequemen
In Dein Licht und Feuer

Ich hab Luzifer oft gesehen
Weiß nun wie es anzustellen ist
So mag es auch mit Dir geschehen
Bis auch Du weißt, was ein Menschlein ist

Und wenn von der Erde nichts bleibt
So habe ich meine Rache
Wenn von allem Leben nichts bleibt
Wer ist dann schließlich der Schwache?

Mein Schmerz endet mit Deinem Leben
Hast das Grauen in mir geschaffen
Dein Sein endet mit meinem Leben
Nur mein Glaube hat Dich erschaffen

So kann ich nur mich selber geisseln
Und schließlich Dich damit bestrafen
Vor Deinen Augen zur Tat schreiten
Und Dich schließlich mit mir auslöschen

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