Gedanke: Macht & Stärke

  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Macht ist die Möglichkeit, etwas zu unterbinden. Ihr Wirkmechanismus ist die Angst, über die sie etwas erzwingen kann. Die kleinste Einheit der Macht ist das „Nein“. Sie ist damit das Begrenzende, was von außen nach innen wirkt. Alles, was unterbunden wird steht allerdings nicht mehr zur Verfügung und kostet zusätzlich das Potential, welches für den Akt der Unterbindung gebraucht wird. 

Stärke ist die Möglichkeit, aus sich heraus etwas zu bewirken. Stärke kann nicht zwingen und ist auf die individuellen Möglichkeiten begrenzt. Die kleinste Einheit der Stärke ist das „Ja“. Sie ist damit das Befreiende, welches von innen nach außen wirkt. Das gesamte aufgewendete Potenzial kann dabei bis zu 100% verlustfrei in eine Kreation verwandelt werden. 

Beide, die Macht wie die Stärke, können unter geschickter Nutzung der jeweiligen Umstände um ein Vielfaches potenziert werden – erzeugen dann aber auch eine mögliche Sogwirkung, die das eigene Potential bei weitem übersteigen und zu unkontrollierbaren und unvorhersehbaren Effekten führen kann. 

13 Kommentare zu „Gedanke: Macht & Stärke“

    1. Man kann Macht mit Macht bekämpfen, wie Feuer mit Feuer. Entsprechend „dimensioniert“ wird der gewünschte Effekt wohl eintreten. Aber „verbrannt ist die Erde“ trotzdem.
      Wenn es sinnvoll bzw. notwendig ist, sich der „Macht“ entgegenzustellen, gibt es oft mehrere Wege. Um bei den kleinsten Einheiten zu bleiben: Es gibt immer mindestens einen Weg mit „Nein“ und mindestens einen mit „Ja“. Die Frage ist, welcher uns besser gefällt. Wobei man unterscheiden muss zwischen den tatsächlichen Konsequenzen einer Entscheidung und dem, was wir glauben, was passieren wird.
      😉👍🤗

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  1. Ja, das sehe ich im Prinzip genauso. Aber dennoch treibt mich derzeit sehr die Frage um: Wenn jemand mich oder andere unterdrücken und / oder zu etwas zwingen möchte, und ich sage dazu nicht „nein“, sage ich dann nicht implizit „ja“ dazu?

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    1. Vorab: Weder das „Nein“ ist grundsätzlich schlecht, noch das „Ja“ ist grundsätzlich gut. Es ist der Grund, warum jemand etwas tut, was eine Bemessungsgrundlage bildet. Der Rest ist die Frage, wie gut die Umsetzung gelungen ist.
      Aber zurück zum Thema.
      Meine nächste Frage wäre: Was ist das Ziel desjenigen, der zwingen will?
      Geht es ihm z.B. um Dich persönlich, würde ein „Ja“ zu seinem Zwang ihm den Wirkmechanismus auf dem sein Machtgefühl basiert nehmen. Seine ganze Macht verpufft im fehlenden Widerstand.
      Geht es ihm aber um ein Ziel, bei dem Du nur Mittel zum Zweck bist, verringert ein „Ja“ den Widerstand auf seinem Weg und kostet Dich möglicherweise weniger Kraft, als wenn Du Dich dagegen stellst.
      Aber ein genaues abschätzen der richtigen Entscheidung kannst nur Du selbst vornehmen bzw. jene, die genügend Information haben.
      👍🍀🤗

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      1. Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort!!🤗 Deinen Satz, dass die Macht im fehlenden Widerstand verpufft, mag ich so nicht unterschreiben. Nach meinen Erfahrungen tut sie das gerade nicht, sondern wer Macht ausüben möchte, macht das häufig so lange, bis er ein eindeutiges „Stopp “ erhält. Aber ich denke, ich verstehe, was du aussagen möchtest und im Grundsatz teile ich das auch. 💞

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      2. „wer Macht ausüben möchte, macht das häufig so lange, bis er ein eindeutiges „Stopp “ erhält.“
        Meiner Erfahrung nach kam das zwei Gründe haben:
        Zum einen kann das Ziel sein, bis zu diesem Stopp zu kommen, um Dich dann darüber hinaus zu treiben. Der Aggressor möchte die Wirksamkeit seiner Macht erleben, seine Selbstwirksamkeit, welche er alleine vermutlich nicht erleben kann.
        Oder er möchte Dich finden, weil er ohne Deinen Widerstand Dich nicht wahrnehmen kann, das was Du willst und was Du bist – in Abgrenzung zur gefühlten Gleichgültigkeit dessen, was Dich nicht wirklich interessiert.
        👍🍀🤗

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      3. Ich habe jetzt gerade in der Badewanne nochmal ausführlich über deinen Kommentar nachgedacht – und, ja, er resoniert mit mir, auch, wenn es mir gar nicht so leicht fällt, diese Erkenntnis zuzulassen…😉. Vielen lieben Dank dir! 🤗.
        P.S.: Ich würde mich freuen, wenn du nächsten Donnerstag Nachmittag mal auf meine Seite gehst, falls du Zeit und Lust haben solltest, und dir den Beitrag zum „Träumen “ anschaust, den ich dann voraussichtlich dort gepostet haben werde (ich schreibe noch dran). Ich glaube, deinen Input dazu würde ich als wertvoll empfinden. Aber bitte nicht als Verpflichtung ansehen!!!💞💕

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