Der Mahlstein

Das Leben ist ein Mahlstein 
Arbeitet mit viel Geduld 
Alle Träume und Wünsche klein 
Und niemand trägt die Schuld 

Mit unserer täglich Arbeit 
Suchen wir das große Glück 
Oder bei jenem, der oben auf der Bühne schreit 
Und werden dabei selber kleiner Stück für Stück

Wir streben nach dem großen Wurf 
Nach dem Ideal, das Glück verheißt 
Sind erfüllt vom Glauben durch und durch 
Der Konsum und Zerstreuung preist 

Das Auto, das Haus, das Schauckelpferd 
Alles das ist unser Mahlstein 
Der uns das Gewicht am Hals beschert 
Denn wir wollen all das sein 

Liebe, Glück und Ehrlichkeit 
Und das in kleinen Dingen 
Bringt kein Ansehen und keinen Neid 
Da will keine Gier mitschwingen 

Dann doch lieber einen großen Sturz 
Vor den staunenden Augen aller 
Der Blitz ist hell, der Ruhm ist kurz 
Dann grüßen wir uns in Walhalla 

So stutzen wir uns selber klein
Misstrauen allem und jedem
Bis nichts mehr bleibt vom heiligen Sein
Und unser ganzer Wert verpufft in sinnlosem Streben

2 Kommentare zu „Der Mahlstein“

  1. Wie wahr …. . Eigentlich strebt jede*r nach Glück. Doch wie oft wird dieses Glück irgendwo im Außen gesucht. In der Bewunderung durch andere. Und wie viele Menschen geben die Schuld dafür, dass sie nicht glücklich sind, dann eben auch „den anderen“…?

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