Gedanke: Was ist Liebe

– versuch einer rationalen Erklärung

Liebe ist die Fähigkeit zu erkennen, dass es etwas gibt, das größer als man selbst, dessen man selbst aber gleichzeitig auch ein Teil ist. 

Das kann für einen selbst der Glaube an eine übergeordnete und integrierende Instanz sein, wie z.B. einen Gott, der einen individuell persönlichen Sinn in einem größeren Zusammenhang stiftet oder auch eine ganz reale Gemeinschaft wie z.B. eine Partnerschaft oder eine Familie, der man zugehörig ist, in der man sich einbringen kann und in der man sich aufgehoben und getragen fühlt. 

Dieses Erkenntnisfähigkeit muß nicht bewußt stattfinden und rational erklärbar sein. Es kann auch ein reines Gefühl sein oder eine instinktive Verhaltensweise. Selbst ein reiner, abstrakter Wunsch als Willensäußerung ist bereits ein Ausdruck eines Phänomens. 

Liebe an sich, in ihrer Reinform, die „bedingungslose Liebe“, ist nicht wahrnehmbar. Vergleichbar einer rein passive Wahrnehmung hat sie keinen äußeren Ausdruck. Allerdings ist sie der grundlegende Maßgeber für alle intrinsischen Werte, Entscheidungen und Verhaltensweisen – entsprechend der Ausprägung der Fähigkeit, den größeren Zusammenhang, in den man sich eingebunden fühlt oder auch eingebunden ist, wahrzunehmen.

2 Kommentare zu „Gedanke: Was ist Liebe“

  1. Hallo Ankordanz,
    eine tolle Zusammenfassung über deine Gedanken zur Liebe! Respekt!
    Ich wünsche uns und allen Wesen, dass die bedingungslose Liebe immer öfter und immer tiefer fühlbar wird und dadurch dann mehr als bisher alles heilen kann, indem wir uns einander zuwenden und annehmen in all unseren Licht- und Schattenseiten, mit allen Stärken und Schwächen.
    Manchmal hilft es mir, wenn ich frage: „Bedingungslose Liebe, was würdest du dazu sagen…?“
    Schon allein, ihren Name auszusprechen, „Bedingungslose Liebe“, und sie wie eine Person anzusprechen, hilft mir manchmal , die Dinge anders zu sehen und dadurch auch fühlen zu können.
    Alles Gute Miriam

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    1. Ich folge Deinen Worten und stimme ihnen zu. Allerdings auch mit dem Wissen, daß die Trennung ein notwendiger Teil der Natur ist, deren Aufgabe es ist, das Überleben in einer sich verändernden Umwelt zu sichern. Durch Abtrennung wird Veränderung erzwungen, ein Vorwegnehmen der unweigerlich eintretenden Veränderung der Umwelt.
      Die Veränderungen, die in der „neuen Umwelt“ besser leben und überleben können sind nun ihrem „Ursprung“ überlegen und könnten mitfühlend und wohlwollend „zurückblicken“, aber sie haben die Erfahrung der Trennung durchlaufen, den Trennungsschmerz. Und sie werden diese Erfahrung weitergeben, ob sie es wollen oder nicht (als Teil der Natur). Und so bedarf es der Anstrengung des Bewusstseins, diesen Trennungsschmerz zu überwinden – mit der Gefahr, daß diese Linie sich aus dem Leben zurückzieht…
      👍🍀🤗

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