Gedanke: Götterwelten

Die Götter,
die in unseren Köpfen so stark sind
sind in der Realität so schwach.

Wir sind es,
die ihnen ihre ganze Macht verleihen.

Wir sind es,
die sie begrenzen,
wenn wir es denn wollen.

Wir sind es,
die sie in der Wirklichkeit erscheinen lassen,
ihnen ein Gesicht geben:
Unser Gesicht

6 Kommentare zu „Gedanke: Götterwelten“

    1. Nun ja, die erste Begrenzung liegt in der Macht, die wir ihnen zusprechen. Mehr können sie erstmal nicht. Aber wenn ein zweiter ihnen weitere Macht zugesteht, so kann sich ihr Wirkungskreis entsprechend erweitern. Und jeder müsste seine zugestandene Macht auch selber wieder zurücknehmen. (Klingt banal einfach, aber solange sich alles nur in der Phantasie abspielt ist eine Korrektur noch „relativ“ einfach.)
      Schwieriger wird es, wenn aus dem Glauben Worte oder Taten geworden sind. Das zurückzunehmen kratzt an Ehrgefühl und am Gerechtigkeitssinn. Und vor allem tangiert es die Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens.
      Wirklich problematisch wird es, wenn man im Namen solcher Götter Schuld auf sich genommen hat. Dann müssten wir das begangene Unrecht, welches ggf. garkeines ist im jeweiligen Glauben, auf uns nehmen und dafür die Verantwortung tragen. Und das ist, je nach Schwere, manchmal nicht möglich. Und dann ist nicht nur der Sinn infragegestellt, sondern möglicherweise auch die gesamte Existenz. Spätestens jetzt haben sich die Götter verselbstständigt und „müssen“ von anderen weitergetragen werden.
      👍🙏🤗

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      1. Was für eine erschreckende Vorstellung, dass ich die Götter, die ich erschuf, weitergebe, weil ich mir eine Schuld aufgeladen habe, die nur eine Schuld ist, weil es diesen Gott gibt. Die Vorstellung, dass dann andere diese Last weitertragen und sich nur davon lösen könnten, wenn sie den Gott stürzen, den sie selbst gar nicht erschaffen haben, finde ich erschreckend.
        Vielleicht ist es viel einfach,die Götter zu stürzen, die wir übernommen haben, als jene, die wir selbst erschaffen haben, aber wir trauen uns nicht. Denn diese Götter haben Tradition. Sie wirken so viel mächtiger, als die eigenen und doch kommen immer wieder neue Götter dazu. Irgendwann müsste es doch mal zu eng werden auf dem Olymp.
        😊👍🌻

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      2. Der Olymp hat keine räumliche Ausdehnung – ist also potentiell unendlich groß. Viel Platz für viel Ideologie…
        Das gemeine ist, wir tragen immernoch viele „Götter“ auf unseren Schultern, deren „Namen“ wir vergessen haben oder nie gesagt bekamen. Und das sind die „schwierigsten“.
        😉👍🤗

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