Hohn

Es gäb‘ so viel zu sagen
Doch keiner will nur fragen
Und so tut auch keiner wagen
Was wirklich wichtig wär‘ zu sagen.

So zahlen still und leise
Alle ihre Preise
Auf die eine oder and‘re Weise
Aber hauptsache leise

Und schon hört man tönen
Wie sie laut und lauter stöhnen
Man würde sie verhöhnen
Sich an ihrem Leide frönen

So klingt wie Hohn, was ich hier schreibe
Mit ihrer Seelenqual Scherze treibe
Dabei kenn‘ auch ich am eig‘nen Laibe
Worüber ich hier wortreich schreibe

Und will nur einmal wagen
Es deutlich laut zu sagen:
Worüber so viele klagen
Damit wollen sie sich plagen

6 Kommentare zu „Hohn“

  1. Hab hier noch nicht viel gelesen, aber du schaust tief und sezierst die menschliche Seele. Hast du in der Richtung viel gelesen oder sind das alles eigene Gedankenfrüchte? Deine gereimten Verse lesen sich gut, weil du dich nicht ganz so streng ans Metrum hältst und auch mal zugunsten des Sinns auf einen Reim verzichtest. Das lockert dort auf, wo andere Texte von anderen Autoren zum einschläfernden Runterleiern animieren durch ihr strenges Korsett. Gefällt mir gut, was du hier fabrizierst. Obwohl ich anders schreibe, spüre ich hier Seelenverwandschaft. Wir denken wohl ähnlich in einigen Dingen. Auch ich nehm das Leben nicht hin, sondern hinterfrage es ständig. Man muss sich von allem frei machen, seinen archimedischen Punkt finden und alles neu bewerten, um sich seine eigene Welt aufzubauen, in der man existieren kann für eine Weile ..

    Lass es dir gut gehen, Sven

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    1. Danke für Dein Feedback.
      Ja, ich habe viel gelesen – und lese immernoch. Allerdings nicht gezielt ein bestimmtes Thema, sondern alles mögliche. Und ich habe eine etwas eigenwillige Art, mich mit einem Thema zu beschäftigen (siehe Über/den Autor). Ich kann also letztlich nicht genau sagen, ob es meine eigenen Erkenntnisse sind, oder ob ich sie vielleicht z.B. in einem Film aufgeschnappt habe. (Mit ein Grund, warum ich kein Copyright verwende.)
      Was das „Korsett“ angeht: Ich bemühe mich darum. Sonst landet ein Thema in Gedanken&Definitionen/ .
      Über Deine Gedankenwelt kann ich noch nichts sagen – noch zu wenig von Dir gelesen. Allerdings versuche ich genau nicht meine eigene Welt zu erschaffen, sondern mich soweit wie möglich auf die mich umgebende Welt einzulassen – und möglichst wenig zu werten, soweit das möglich ist.
      🙏🍀🤗

      Gefällt 1 Person

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