Wünsche

Welchen Sinn hat unsere Sehnsucht
Führt sie uns nicht nur in die Irre?
Schlägt sie uns nicht nur in die Flucht?
Stiehlt uns nicht nur unsere Würde? 

Sie lässt uns erscheinen wie Kinder
Die an den Weihnachtsmann glauben
Sie treibt uns wie Schinder
Die uns jedes Vertrauen rauben 

Doch sind es nicht unsere Wünsche
Die uns weiter streben lassen
Unsere Hoffnungen, unsere Triebe
Die uns zu Menschen machen

Sie trennen uns von den Göttern
Sie geben uns all die Fehler
Machen uns zu ungewollten Spöttern
In einem schier endlosen Heer 

Sie sind Ursprung unserer Kraft
Kennen keinen Unterschied
Sie sind Leben in vollem Saft
Selbst wenn Lebenskraft flieht

So halten sie die Narren zum Narren
Geben dem Weisen seinen Glauben
Mit ihren ganz eigenen Goldbarren
Sie so manchen Zerberus kaufen 

Als Flämmchen oder Feuersbrunst
Schenken sie Träume und Hoffnung
So erfährt ein jeder ihre Gunst
Als Unterpfand heiliger Opferung 

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